Uli Stein: Der Lautsprecher

Auch wenn Uli Stein nicht über sechs Einsätze im A-Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft hinauskam, dürfte er einer der Torhüter sein, die gerade der älteren Generation noch bestens in Erinnerung ist. Immerhin wurde er bei der Weltmeisterschaft in Mexiko im Jahr 1986 vom DFB-Chef Neuberger aus dem Kader genommen und in ein Flugzeug gesetzt.

Beckenbauer, damals Trainer, ist nun einmal der Deutschen letzter Kaiser und nicht, wie in den Augen von Uli Stein, ihr Suppenkasper. Auf der anderen Seite hält Uli Stein nach wie vor den Rekord, der Fußballer in Deutschland mit den meisten Profieinsätzen zu sein, 645 an der Zahl.

Seine wechselvolle Karriere führte ihn im Profifußball über Arminia Bielefeld, den HSV und zur Frankfurter Eintracht, die mit Stein die erfolgreichste Zeit seit Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahr 1959 erlebte. Aber auch in Frankfurt war Uli Stein kein Freund der leisen Töne, im Gegenteil. Bereits in seinem ersten Spiel für die Adlerträger erhielt er die Rote Karte.

Der Erfolg der Mannschaft gab dem impulsiven Torhüter jedoch recht, immerhin war er lange Zeit Mannschaftskapitän und arbeitete mit Dragoslav Stepanovic hervorragend zusammen. Ob Uli Stein auch in Bezug auf die Wettsteuer laut geworden ist, ist nicht bekannt, dennoch ist diese ein ungeliebtes Thema, wie auch auf Sportwette.net zu lesen ist.

Seit einiger Zeit ist er im Tross von dem eher glücklosen ehemaligen Bundestrainer Berti, „Bööördi“ Vogts zu finden. Bereits während dessen Tätigkeit in Nigeria war er dort Torwarttrainer und folgte Vogts auch auf dessen Weg nach Aserbaidschan. Zwischenzeitlich nahm er an dem PartyPoker.com Football & Poker Legends Cup und erreichte immerhin das Halbfinale. Bevor Stein dem Angebot von Berti Vogts folgte und begann, ihm zu assistieren, gab es noch einen medialen Paukenschlag von dem Mann, um den es inzwischen ruhig geworden ist. In seinem Buch „Halbzeit“ ging er auch noch einmal auf die Vorfälle in Mexiko ein, die zwar von Beckenbauer zwischenzeitlich vergessen waren, dem DFB aber immer noch im Magen lagen. Beckenbauers Überlegungen, Stein für die Nationalmannschaft zu reaktivieren, scheiterte am Widerstand der Funktionäre.

 

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