Die WM im Winter – Was wird aus dem typischen Weltmeisterschaftsgefühl?

Das hat es wirklich noch nie gegeben: Eine Fußballweltmeisterschaft im Winter. Also zumindest reden wir hier davon, dass dann hierzulande in Deutschland Winter sein wird. Dort, wo die WM 2022 ausgetragen werden soll, nämlich in Katar, herrschen natürlich die Temperaturen, über die wir uns manchmal selbst im Sommer in Mitteleuropa freuen würden. Aber eben weil das Klima in den Sommermonaten in Katar so unerträglich ist, dass es kaum möglich wäre, eine WM unter normalen Umständen stattfinden zu lassen, muss das Großereignis eben verschoben werden, und zwar auf die Wintermonate, wenn man in Katar wenigstens nicht gleich vom Hitzschlag getroffen wird.

Public Viewing mit Glühwein statt Cocktails

Für die Fans in Deutschland und vielen anderen Ländern auf der Nordhalbkugel bedeutet das aber, dass es eine ganz „besondere“ WM wird. Nix mehr mit Sommermärchen, denn während man sonst zum Public Viewing in den Biergarten ging, einen Cocktail in der Strandbar schlürfte und den Fernseher auf den Balkon holte, wird man 2022 wahrscheinlich mit einem Glühwein in der Hand auf dem Marktplatz bibbern oder sich zuhause vor dem Fernseher die Weihnachtsplätzchen reinschieben. Schon jetzt haben viele bei diesem Gedanken keine Lust auf die WM. Machen wir uns nichts vor, egal zu welcher Jahreszeit, die Leute werden sich vor den Bildschirmen versammeln, ihr Team anfeuern, sich über alle Details informieren und so wie auf dieser Seite bei Online Anbietern, wo man auch an Bundesliga oder Premier League Wetten teilnehmen kann, Tipps abgeben. Dasselbe wird es trotzdem nicht sein.

Verzicht auf das Achtelfinale?

Auch in den teilnehmenden Ländern ist man nicht besonders zufrieden mit der Entscheidung. Die Ligen müssen ihre Spielpläne umstellen und auch Champions oder Europa League werden nicht in der Form stattfinden können, wie wir es momentan noch kennen. Aufgrund der aufkommenden Terminprobleme hat DFL Chef Andreas Rettig nun sogar schon vorgeschlagen, das Achtelfinale einfach komplett aus dem Turnier zu streichen. Nach der Gruppenphase würde demnach, ähnlich wie bei einer EM, direkt das Viertelfinale kommen. Während das an sich natürlich eine gute Idee ist, bleibt aber auch hier die Frage, ob das die traditionsverbundenen Fans nicht noch mehr verärgern wird. Schließlich würden sie so der Chance beraubt werden, einige gute Partien zu sehen, selbst wenn sie dabei frieren müssen.

Katar bleibt umstrittener Austragungsort

Angesichts der Tatsache, dass die WM nicht nur im Winter stattfindet, sondern dass so vielleicht eine ganze Runde aus dem Turnier gestrichen wird, kommt nun wieder mehr Kritik auf, was denn bloß in die Verantwortlichen gefahren sei, das Turnier überhaupt von einem Land wie Katar austragen zu lassen. Dieses Thema gilt als umstritten, seit bekannt gegeben wurde, wer die WM 2022 organisieren würde. Wolfgang Niersbach, Präsident des DFB, zeigte sich kürzlich ebenfalls relativ genervt von den Umstellungen, die durch die WM im Winter auf alle zukommen werden. Das werde „noch viele schlaflose Nächte“ für alle Beteiligten bedeuten, ließ er verlauten. Geändert wird an der Tatsache nun aber wohl nichts mehr, dass wir uns auf eine winterliche WM einstellen können. Hoffen wir, dass das WM Gefühl dadurch nicht komplett verloren geht.

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