Die große Wut des Joey Barton

Gibt man den Namen Joey Barton in Google ein, taucht der Name unweigerlich in Kombination mit Alkohol oder Zigaretten auf. Ungewöhnlich, ist Barton doch von Beruf Fußballer und als solcher hält man sich in der Regel von derlei Dingen fern. Doch Barton ist das, was man einen Skandal-Kicker nennen darf und als solcher genießt er bei einem Teil der Fußball-Fans ganz besonderen Kultstatus.

Zu Recht, gibt es wohl keinen anderen Profi mit einem derlei langen Register an Skandalen. Seinen ersten Eintrag verdiente sich Barton noch ganz branchenüblich in Form einer Roten Karte. Im Februar 2004 sah er in Diensten von Manchester City in der vierten Runde des FA Cups gegen Tottenham zweimal Gelb und musste folglich vom Platz.

Weitaus größere Wellen schlug der nächste Vorfall in den der heute 31-Jährige involviert war. Auf einer Weihnachtsfeier der „Citizens“ geriet Barton in einen Streit mit einem Jugendspieler. Dieser artete aus und endete damit, dass Barton dem 18-Jährigen eine Zigarre im Auge ausdrückte.

Noch im November, wir sind immer noch im Jahr seiner ersten Roten Karte, war Barton der Initiator einer Massenschlägerei bei einem Testspiel von Manchester City. Die Keilerei dauerte ganze zehn Minuten.

Nachdem Barton bei einer Testspielreise in Thailand einen Fan attackierte, hatte City genug. Barton wechselt zum Ligarivalen Newcastle United. Dort lief es allerdings sportlich keineswegs rund und der Mittelfeldspieler flüchtete sich ins Hochprozentige. Alkoholisiert stieg er in seinen Wagen und streifte einen Passanten.

Kurze Zeit später verprügelte er einen Taxifahrer. Gegen Ende des Jahres 2007 prügelte er sich erneut bei einer nächtlichen Sauftour. Sein Opfer musste ganze 20 Faustschläge einstecken. Barton wurde angeklagt und zu einem halben Jahr Haftstrafe verurteilt. 74 Tage davon musste er absitzen, ehe er auf freien Fuß kam. Er gelobte Besserung und kehrte zu Newcastle zurück.

Doch nach mehreren verbalen Entgleisungen, unter anderem gegen die englische Nationalmannschaft, für die er trotz großem spielerischen Talents nur ein Spiel absolvierte, reichte es auch den Magpies und Barton wechselte zu den Queens Park Rangers.

Bei den Londonern wurde er sogar Kapitän. Doch nach einem Jahr war seine Zeit auch dort abgelaufen. Schuld war wieder mal Bartons Temperament. In einem Spiel gegen seinen Ex-Klub Manchester City wollte er Carlos Tevez verprügeln, Sergio Agüero treten und Vincent Kompany eine Kopfnuss verpassen. Er handelte sich eine Sperre von zwölf Ligaspielen ein. Auf Leihbasis wechselt er zu Olympique Marseille. Seit dieser Saison ist er wieder bei QPR in Englands zweithöchster Spielklasse. Bislang ohne größere Zwischenfälle und darauf bedacht, den Klub wieder in die erste Liga zu bringen. Momentan stehen die Wettquoten bei Premier League Wetten auf den Wiederaufstieg besser als auf einen neuerlichen Ausfall Bartons.

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